Was ist eine ambulante Kur?

Eine ambulante Kur (laut neuem Gesetz - „Ambulante Vorsorgeleistung am anerkannten Kurort“) dient in erster Linie der Vorsorge. Mithilfe einer ambulanten Kur können viele Krankheiten vorgebeugt werden oder bewirken eine nachhaltige Besserung des bestehenden Krankheitsbildes. Die Präventions- und Gesundheitsförderungsmassnahmen richten sich grundsätzlich an "gesunden Versicherter", die noch keine akuten oder chronischen Beschwerden haben. Viele Krankenkassen gewähren für einen Präventionskurs, auch in Verbindung mit einer Reise, einen Zuschuss.

 

Die Versicherten können ambulante Kuren nicht nur in deutschen Kurorten, sondern auch in weiteren Kurorten im europäischen Ausland durchführen. Länder, in denen ambulante Kuren möglich sind: Frankreich, Griechenland, Italien, Luxemburg, Österreich, Polen, Portugal, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Litauen, Lettland, Estland und Ungarn. Voraussetzung ist, dass für Versicherte in dem jeweiligen Land eine ambulante Kur auch als Kassenleistung möglich ist, was von einer Krankenkasse zu der anderen variieren kann.

 

Während einer ambulanten Kur sollen Sie intensiver behandelt werden, als es bisher an Ihrem Wohnort möglich war. Über die notwendigen Anwendungen und Therapien für Sie entscheidet der örtliche Kurarzt im Gespräch mit Ihnen. Es wird individuell für jeden Patienten ein ausführlicher Therapie- und Behandlungsplan erstellt. Je nach Umfang der Verordnung beinhaltet dieser Plan medizinische Diagnostik, therapeutische Maßnahmen wie Anwendungen, Gymnastik, spezielle Bäder sowie die Anregungen und Empfehlungen zur Verbesserung der Gesundheit z.B. durch ausgewogene Ernährung und gesunde Lebensweise.